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Atse

    

     Rasse:            Friese

     geboren:         2000

     Vater:              Thomas

     Mutter-Vater:   Namen

Der Herr Pummel

Atse ist der klassische Fall eines vom Himmel gefallenen Pferdes. Ich war schon eine ganze Weile wenig erfolgreich auf der Suche nach einem neuen Pferd, beschloss schließlich leicht entnervt die Suche erstmal aufzugeben und abzuwarten was so zu mir kommt. Zwei Tag später kam Atse!

Nachdem ich eigentlich nie einen Friesen wollte, konnte ich 2009 schließlich den zweiten Vertreter dieser Rasse mein Eigen nennen - und ich muss offen zugeben, dass ich sehenden Auges das Projekt Atse in Angriff genommen habe. Ich kannte ihn nämlich bereits einige Jahre und wusste, dass ihn das Wort "energieeffizient" am besten beschreibt. Dabei ist er hochsensibel und eher introvertiert. Meistens zuckersüß, aber wenn es nicht nach seinen Vorstellungen läuft, kann er auch mal recht aufbrausend werden.

Insgesamt eine sehr spezielle Mischung, auch wenn man seine Achillessehne erkannt hat: Lob, Leckerlies und ganz viel Bewunderung.

Ich habe irgendwann beschlossen, mein friesisches Energiesparmodell als persönliche Herausforderung zu sehen. Allein schon seinen bandscheibenvernichtenden Trab zu sitzen, verlangte mir stets einiges ab und war ohne eingehende Weiterbildung in Sachen Reitersitz nicht möglich.

Atse läutert meinen Ehrgeiz und zwingt mich an meiner inneren wie äußeren Balance zu arbeiten. Er erdet mich regelmäßig und gründlich! Wir haben eine ganze Weile gebraucht, aber letztlich haben wir uns sehr gut zusammen gerauft. Ich möchte ihn nicht mehr missen.

 

Nachdem er eigentlich immer etwas vor sich hin kränkelte, hat er mittlerweile endlich sein Lebensziel erreicht: die Rente! Nun geht er mit Inbrunst seiner Lieblingsbeschäftigung nach: dekoratives Umherstehen.

Schon zuvor hatte ich ihn schleichend in Altersteilzeit geschickt, 2019 erhielt ich schließlich die Diagnose "Spat" an seinem Sprunggelenk mit der alten Narbe, das mir schon immer etwas Sorgen gemacht hatte.

Auch als fideler Rentner ist Atse noch auf Vorführungen dabei, wir machen nur noch das, was geht. Zirkus war eigentlich immer sein Ding, viel mehr als "ordentliche" Arbeit.

Ein Geheimnis Atses Trainings war stets die Abwechslung, deshalb haben wir neben der Dressurarbeit immer ganz viele andere spannende Dinge geübt. Zirkus, Freiarbeit, Halsringreiten, Langzügel, Damensattel oder auch mehrtägige Wanderritte. Er hat sogar schwere Lektionen wie die Piaffe oder erste Passagetritte gelernt und zeigt noch heute einen eindrucksvollen spanischen Schritt.

Danke lieber Atse für die harte Schule, durch die du mich geschickt hast. Und ebenfalls danke dafür, dass ich so viele Dinge von dir lernen durfte, die ich eigentlich gar nicht vor hatte zu lernen ;o)

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